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Rheingold

Foto: Joi Ito/Flickr

Howard Rheingold; Foto: Joi Ito/Flickr

Im Web ist Howard Rheingold vielfach präsent, unter anderem auch mit einem Video-Blog , dort findet sich ein unterhaltsames Selbstporträt von ihm. Irgendwie denkt man, „typisch Amerikanisch“, weil es kaum vorstellbar scheint, dass ein deutscher Intellektueller zum Beispiel, der um seine akademische Reputation besorgt ist, Derartiges sich trauen könnte. Unorthodox war bereits der Titel der Abschlussarbeit von Howard Rheingold am Reed College in Portland, Oregon, USA: „What Life Can Compare with This? Sitting Alone at the Window, I Watch the Flowers Bloom, the Leaves Fall, the Seasons Come and Go.“.

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Dass fortgeschrittene Technik nicht nur Werkzeug, ein Tool im naiven Sinn, reines Mittel ist, sondern selbst Zwecke setzt, dass Technik selbst Zweck wird, diese Einsicht ist nicht neu, Hegel zum Beispiel und auch Heidegger in seiner knappen Schrift „Die Technik und die Kehre“ haben darauf schon hingewiesen. Für Howard Rheingold ist Technik jedoch nicht Schicksal, sondern vor allem auch Gestaltungsmöglichkeit.

Interessant ist, was Rheingold aus dieser Einsicht macht. Einerseits begrüßt er enthusiastisch den praktischen Nutzen und die emanzipatorischen Möglichkeiten der Computer und des Internet, andererseits ist er aber gerade deshalb nicht blind für die damit einhergehenden Gefahren.

Seine Konsequenz daraus ist die Fortsetzung der Aufklärung als
„Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit“ durch Projekte zur Medienalphabetisierung, gerade auch mit dem Ziel die Möglichkeiten politischer Partizipation zu erweitern. In diesem Sinne stellt er unter dem Titel „Social Media Classroom“ Anleitung, Software und Unterstützung für Bildungsprojekte zur Verfügung.

Auch Howard Rheingold versteht die digitale Revolution als Epochenwechsel zur Netzwerkgesellschaft, er untersucht und beschreibt diesen in seinem Buch „Smart Mobs“, das zwar schon 2002 erschienen ist, aber an Aktualität nichts eingebüßt hat.

RHEINGOLD, HOWARD; Smart Mobs, (Perseus Books) Cambridge, Mass., USA 2002

RHEINGOLD, HOWARD; Smart Mobs, (Perseus Books) Cambridge, Mass., USA 2002

Wer den Kauf und die Lektüre von „Smart Mobs“ scheut, kann sich über aktuelle Entwicklungen auf der gleichnamigen Internetseite informieren und zur Einführung die beiden hier eingebetteten Videos von Howard Rheingold ansehen. Howard Rheingold spricht ein gut verstehbares Amerikanisch.

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Links zu Howard Rheingold

Howard Rheingold’s Vlog

Howard Rheingold Associates

Smart Mobs

Social Media Classroom

Weitere Links zu Social Media und Media Literacy

Center for Social Media der American University in Washington, DC, USA

Project New Media Literacy am MIT, Cambridge, Massachusetts, USA

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