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Bummelei

Die letzten zweieinhalb Wochen habe ich gebummelt. Letzten Samstag bin ich nach Marburg gefahren, das Sommersemester der Universität hatte begonnen und die erste Veranstaltung meines Seminares zur Bildkomposition war für elf Uhr angesetzt. Es regnete, der Himmel war eine graue, diesig fahle Unendlichkeit. Sonntag schien aber schon wieder die Sonne, bis heute.

Mittwoch vergangener Woche sind Bilder von der Galerie Anja Rumig zurückgekommen; meine Ausstellung dort, CUM HAC GRATIA /1, ist am Donnerstag vor Ostern zu Ende gegangen. Günter Baumann hat sie in einem Artikel auf  „Portal Kunstgeschichte“ sehr enthusiastisch besprochen. Das Regierungspräsidium Stuttgart hat ein großes Bild angekauft, gefreut habe ich mich insbesondere darüber, dass die Wahl auf eine eher spröde Arbeit – BAUSTELLE – gefallen ist.

Tillmann Damrau, BAUSTELLE, 2009, Mixed Media/Lwd., 135 x 170 cm

Tillmann Damrau, BAUSTELLE, 2009, Mixed Media auf Leinwand, 135 x 170 cm

Noch einmal eineinhalb Wochen zuvor bin ich am Montag, dem 30. März, es war einer der ersten trockenen, sonnigen Frühlingstage, von Stuttgart nach Schweinfurt gefahren.

shbf

Hauptbahnhof Stuttgart, 30.03.2009, 9 Uhr

In der Sparkassengalerie habe ich meine Ausstellung CUM HAC GRATIA /2 gehängt, die dort noch bis zum 12. Juni zu sehen ist. Nach Jahren, in denen meine Ausstellungen zunehmend dichter gehängt waren, hatte ich mich für dieses Mal entschieden, so wenig wie möglich zu hängen, was sich als sehr produktiv erwiesen hat. Das einzelne Bild behauptet seine Singularität überraschend anders, wenn die Wände nicht seriell bespielt werden. Bildraum und realer Raum entfalten einander ganz stupend.

Da die Ausstellungseröffnung erst für den folgenden Abend, Dienstag, 31. März, angesetzt war, hatte ich ausgiebig Zeit mich in Schweinfurt umzuschauen. Schweinfurt ist keine große Stadt, bietet aber ambitionierte Museen mit hervorragenden Sammlungen und Ausstellungen, die man eher in großstädtischem Kontext vermutet hätte. Sehr viel Zeit habe ich im „Museum Georg Schäfer“ verbracht, das eine Ausstellung mit Zeichnungen und Buchillustrationen des 19. Jahrhunderts aus Deutschland zeigt und über eine sehenswerte, selten umfangreiche und gut bestückte Sammlung zur deutschen Kunst des neunzehnten Jahrhunderts verfügt. Menzel, Friedrich, Spitzweg, Corinth und Liebermann sind mit bedeutenden Arbeiten vertreten.

Tags darauf, dem 31.03.2009, am Abend wurde dann meine Ausstellung CUM HAC GRATIA /2 in der Sparkassengalerie Schweinfurt eröffnet. Katharina Winterhalter besorgte gekonnt und engagiert die Einführung, indem Sie mich zu einem Interview bat, das sie um eigeschobene Interpretationen erweiterte. Auf der Heimreise am nächsten Tag besuchte ich noch Nürnberg, wo ich herumgewandert bin und einige Stunden im Labyrinth des Germanischen Nationalmuseums zubrachte, bevor ich am Abend einen Zug zurück nach Stuttgart nahm.

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