Allgemein

Digitale Jugendkultur

Henry Jenkins, ist just diesen Sommer nach zwanzig Jahren am MIT von der amerikanischen Ostküste an die Westküste nach Los Angeles umgezogen, wo er an der University of Southern California eine Professur übernommen hat. In diesem Video setzt er sich für eine gründlich differenzierende Betrachtung der digitalen Jugendkultur ein. Wichtig ist diese seiner Meinung nach vor allem auch deshalb, weil die reflexhafte Dämonisierung der digitalen Jugendkultur und der davon abgeleitete Ruf nach Regulierungen und Verboten, gerade nach Ereignissen wie dem Columbine High School-Massaker, oft eine erschreckende Unkenntnis seitens der Politik, der Behörden, der Erwachsenen insgesamt offenbart.

 

 

Henry Jenkins fordert dazu auf, Jugendliche nicht nur als manipulierte Medienkonsumenten zu sehen, sondern die außerordentlich große Produktivität und Kreativität der Jugendlichen im Cyberspace zu würdigen und durch die Vermittlung von „Media Literacy“, von Medienkompetenz, zu fördern und zu stärken. Dass gerade Schulen und Hochschulen der richtige Ort dafür sind, ist selbstverständlich.

1 reply »

  1. Was die digitale Jugendkultur mit Massakern zu tun hat, geht mir nicht auf. Wahrscheinlich sind Computerspiele, egal in welcher Form, gemeint. Je mehr gezockt wird, umso größer das gesellschaftliche fall-out Risiko. Na ja, das kennen wir doch. Da stellt sich mir die Frage, ob der Konsum „alter Medien“ per se die bessere Wahl darstellt. Bekanntlich sind die Mainstream-TV-Programme inzwischen zu großen Kübeln voller Mist geworden, der überwiegende Teil der Printmedien ergeht sich in Celebrity- und Life Style-Käse, gepaart mit belanglosem Journalismus, der vor allem den Werbekunden und der Politik nicht wirklich weh tun darf. Bleibt noch das Radio: Oh je. Das Problem liegt doch darin, dass Jugendliche zunehmend weniger Kompetenzen beim Auswählen der vermeintlich „wichtigen“ Informationen aus der Daten- und Angebotsmasse erwerben. Und da ist es egal, ob es sich um Privates, Berufliches oder Sonstiges handelt. Wichtig ist, um den Schrott herum navigieren zu können. Das kann man lernen, das muss man lernen.

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