Allgemein

Pinselarbeit

Im Englischen gibt es das schöne Wort „Brushwork“ – „Pinselarbeit“ – für die im Deutschen geläufigen Entsprechungen „Pinselführung“, „Handschrift“ oder „Duktus“. Sollte es so etwas wie ein Ethos des Malens geben, nicht der Malerei wohlgemerkt, sondern des Malens, dann zeigt es sich in eben dieser „Pinselarbeit“.

An so unterschiedlichen Werken wie dem von Diego Velázquez, Giorgio Morandi, Philip Guston oder dem von Bettina van Haaren und Katja Brinkmann lässt sich verdeutlichen, was es damit auf sich hat.

Diego Velasquez, Philip IV., etwa 1631-32, Öl /Lwd., 199,5 x 113 cm, National Gallery, London (

Diego Velázquez, Philip IV., etwa 1631-32, Öl /Lwd., 199,5 x 113 cm, National Gallery, London

Allen gemeinsam ist, dass die Art wie gemalt wird, wie die Farbe aufgetragen und gesetzt wird, ganz im Dienste des Bildes und seiner Erfordernisse, das heißt, im Dienste der Sache und nicht der Selbstdarstellung steht. Das Malen ist keine Vorführung virtuoser Materialbeherrschung, schmissiger Pinselpirouetten und Schlenker sondern einfach konzentriert sachlicher Vortrag.

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